Erst kein Glück und dann auch noch Pech

Posted by on 24.06.13
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Heute ging es nach Feierabend in den Königsforst, das ist ein Waldgebiert in der nähe von Köln. Sehr schön mit Wegen und Trails durchzogen. Durch die Nähe zu Köln auch leider etwas überlaufen, aber heute war das Wetter nicht so gut, also hoffte ich, dass es nicht so schlimm wird.


20130624-0954Beim letzten Mal hatte ich da einen schönen, kleinen Waldsee gesehen, mit einer netten Sitzgarnitur zum Ausruhen. Dort wollte ich heute das „Diner“ einnehmen. Doch leider kam es etwas anders. Schon beim losfahren hörte ich ein Knarzen, das aus der nähe der Pedale zu kommen schien und immer dann ertönte, wenn die Linke Kurbel nach unten ging. „Naja, da wird wohl das Tretlager aufgeben“ dachte ich „aber heute wird’s wohl noch halten“. Ich war schon ein gutes Stück gefahren, da merkte ich, dass ich die Kamera im Auto vergessen hatte – also nochmal zurück. Als ich dann das zweite mal am Auto losfuhr, war aus dem Knarzen schon ein Krächzen geworden, welches dann auch immer lauter wurde. Die Spaziergänger drehten sich teilweise schon nach mir um. Dann merkte ich, dass das linke Pedal irgendwie „eierte“. Als ich abgestiegen war, sah ich auch warum. Irgendwie hatte sich die Schraube an der Pedalkurbel gelöst. Als diese dann erst einmal festgezogen war, war dann auch das Knarzen weg.
Einmal kurz gefreut und dann den Weg in Richtung Waldsee fortgesetzt – dachte ich. Denn die Abzweigung, auf die ich wartete, kam irgendwie nicht. War ich überhaupt auf dem richtigen Weg? Jetzt muss man wissen, dass es im Königsforst nicht wenige Wege gibt und diese sich auch alle irgendwie ähnlich sehen. Also das GPS rausgeholt und auf der Karte nachgesehen, wo denn dieser See war. Doch dort waren schon auf den ersten Blick 6 Seen zu sehen. Aus dem Bauch heraus entschied ich mich für einen und fuhr weiter. Nicht einmal 100 Meter weit bin ich gekommen, da knackte es im Kurbelbereich und die Kette wickelte sich um die Kettenblätter. 20130624-0952Ein Kettenglied hatte sich halb geöffnet und war zwischen dem großen und dem mittleren Kettenblatt verklemmt. Ich muss den Bolzen beim Wechseln des Schaltauges letzte Woche nicht richtig zugedrückt haben. Also die nächste Ruhebank (schiebenderweise) angesteuert und erst einmal den Kettennieter ausgepackt. Zum Glück fahre ich nie ohne dieses Ding. Das betreffende Glied war jetzt natürlich restlos verbogen und so musste ich es zuerst rausoperieren. Zwei Kettenglieder ausgebaut, die Kette wieder zusammengefügt und schon ging es weiter.
Nach weiteren 100 Metern war dann auch das Knarzen wieder da welches sich in erschrecken kurzer Zeit wieder zu einem Krächzen entwickelte. Und wieder fing die Kurbel an zu wackeln. Dabei war ich seit dem letzten Festzurren bestimmt nicht mehr als 1-2 Kilometer gefahren. Diesmal knallte ich die Schraube auf „endfest“ (Eine Stufe mehr wäre dann „ab“). Geholfen hat es nicht viel. Alle 2 – 3 Kilometer musste ich absteigen und die Schraube wieder festdrehen. Da ist jetzt wohl am Vierkant der Kurbel irgendwas ausgeschlagen und passt nicht mehr genau auf die Welle.
Zu allem Überfluss war mein See nicht zu finden. Einen blauen Kartenfleck nach dem anderen steuerte ich mit GPS Navigation nach Luftlinie an, aber mein See war nicht dabei. Als es fast schon dunkel wurde habe ich entschieden, dass der See an dem ich gerade war (der sechste) auch gut fürs Abendessen war.
Das Essen hat dann wieder für einiges entschädigt. Es gab „Baked Beans“

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